Zwei wie Bonnie und Clyde
"Die Zuschauer hatten mehr als nur ihr Vergnügen: sie kamen aus dem
Lachen nicht heraus. Das liebenswerte, dilettantische Gaunerpärchen muß
man einfach mögen. Es stürzt sich realitätsfremd und orientierungslos von
einem Schlamassel in den nächsten. Den beiden fehlen die Intelligenz und
die kriminelle Energie, um wie ihre legendären Vorbilder vorzugehen. Die
spannungsgeladene Handlung wird immer verzwickter und komischer.
Denn die beiden Chaoten Chantal und Manni stolpern auf der Flucht laut
polternd vom stockfinsteren Zuschauerraum in den mit Schuhkartons
gefüllten Laden auf der Bühne, um ihre Beute aus dem ersten Banküberfall
in Augenschein zu nehmen: statt Geld haben sie eine Tüte mit
Lebensmitteln ergattert. Der nächste Überfall muß gelingen! Aber was,
wenn die Strumpfmaske statt reißfest auch noch blickdicht ist? Die
Verherrlichung von Verbrechen wird im Hoftheater ins Gegenteil verkehrt.
Dies ist den hinreißen komischen Dar-stellern Janet Bens und Ansgar Wilk
zu verdanken, die alles geben und dafür bei der Premiere euphorisch
gefeiert wurden. Die Ausstattung des liebevoll bearbeiteten Gaunerstücks
hat Ulrike Beckers vorgenommen.” Dachauer Nachrichten
"Die Persiflage auf die gar nicht so edlen Vorbilder Bonnie und Clyde hat
dank Wortwitz, pantomimischer Künste und Spielfreude der Protagonisten
das Zeug, zum Renner zu werden. Das Publikum belohnte das
temporeiche Geschehen auf der Bühne und im Theaterraum immer wieder
mit Szenen-applaus. 'Warum soll ich nach München fahren, wenn ich hier
alles habe, von Brecht bis Revue', hört man in den Pausen mehr als
einmal." Süddeutsche Zeitung
Komödie von Sabine Misiorny und Tom Müller
für die Jahrgangstufen 7 bis 9
Spieldauer 75 Minuten, Eintritt 6.- € pro Schüler/in
Terminvereinbarung per Mail: ulrike-beckers@neue-werkbuehne-muenchen.de
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